{"id":5371,"date":"2025-10-27T10:58:30","date_gmt":"2025-10-27T10:58:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gume.de\/?p=5371"},"modified":"2026-02-13T14:58:56","modified_gmt":"2026-02-13T14:58:56","slug":"injection-molding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/k25154.elephant-staging.de\/en\/spritzgiessen\/","title":{"rendered":"Injection moulding"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Spritzgie\u00dfen von Elastomeren \u2013 Das Verfahren f\u00fcr komplexe Gummiformteile<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Was ist Spritzgie\u00dfen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Spritzgie\u00dfen (auch Spritzguss; englisch: Injection Molding)<\/strong> ist ein formgebendes Fertigungsverfahren, bei dem ein plastifiziertes Polymer unter hohem Druck in ein geschlossenes, temperiertes Werkzeug eingespritzt und dort durch Abk\u00fchlung (Thermoplaste) oder chemische Vernetzung beziehungsweise Vulkanisation (Elastomere) ausgeh\u00e4rtet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Material wird in einer beheizten Zylindereinheit durch eine rotierende Schnecke plastifiziert, homogenisiert und dosiert. W\u00e4hrend der Einspritzphase wird es mit einem Druck von typischerweise mehreren hundert bis \u00fcber tausend bar in die Werkzeugkavit\u00e4t eingebracht. Nach dem F\u00fcllvorgang folgt eine Nachdruckphase zur Kompensation der materialbedingten Schwindung, bevor das Bauteil nach ausreichender Abk\u00fchlung oder Vulkanisation entformt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Verfahren erm\u00f6glicht eine hohe Ma\u00dfgenauigkeit, reproduzierbare Bauteileigenschaften, kurze Zykluszeiten und eine wirtschaftliche Serienfertigung komplexer Geometrien. Im Vergleich zu Pressverfahren wie Kompressions- oder Transferformpressen erfolgt die Formf\u00fcllung aktiv unter Einspritzdruck, wodurch Materialverteilung und Prozessstabilit\u00e4t pr\u00e4zise steuerbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im industriellen Kontext dient es insbesondere der Serienproduktion technischer Formteile mit komplexer Geometrie und engen Toleranzen. Als Gummiformteile-Hersteller mit mehr als 35 Jahren Erfahrung wissen wir, dass es insbesondere gegen\u00fcber den beiden anderen g\u00e4ngigen diskreten Verfahren zur Herstellung von Gummiformteilen, den Kompressionsformpressen (Compression Molding) und den Transferformpressen (Transfer Molding), vor allem bei hohen St\u00fcckzahlen durch kurze Zykluszeiten und einen effizienten Betrieb durch einen hohen m\u00f6glichen Automatisierungsgrad \u00fcberzeugt. Auch bei Ma\u00dfhaltigkeit und Reproduzierbarkeit kann das Spritzgie\u00dfen gl\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbau und Funktion von Spritzgie\u00dfmaschinen und -formwerkzeugen<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Herzst\u00fcck jeder Spritzgie\u00dffertigung sind zwei zentral miteinander gekoppelte Systeme: die Spritzgie\u00dfmaschine und das Formwerkzeug. Beide m\u00fcssen exakt aufeinander abgestimmt sein, um den Anforderungen an Pr\u00e4zision, Zykluszeit und Produktqualit\u00e4t gerecht zu werden \u2013 insbesondere in der Gummiverarbeitung, wo thermische und rheologische Besonderheiten eine zentrale Rolle spielen. Als Gummiformteile Hersteller mit eigenem Inhouse-Werkzeugbau haben wir die Expertise, um die genannten Faktoren l\u00f6sungsorientiert miteinander zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Spritzgie\u00dfmaschinen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Spritzgie\u00dfmaschine ist in der Regel als Schneckenmaschine (screw-type machine) ausgef\u00fchrt, bei der das Rohmaterial \u00fcber eine rotierende Schnecke plastifiziert, homogenisiert und gef\u00f6rdert wird. Dabei bewegt sich die Schnecke entlang ihrer L\u00e4ngsachse: Beim Plastifizieren bewegt sie sich langsam von der D\u00fcsen\u00f6ffnung weg und wird anschlie\u00dfend schnell und unter Druck wieder zur D\u00fcsen\u00f6ffnung gef\u00fchrt, wodurch das plastifizierte Material in das Werkzeug gespritzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>In seltenen F\u00e4llen kann auch die Ausf\u00fchrung als Kolbenmaschine (plunger-type machine) zum Einsatz kommen, bei der statt der Schnecke ein Kolben verwendet wird, u.a. um h\u00f6here Dr\u00fccke aufzubauen. Aufgrund der schlechteren Homogenisierung und Temperaturkontrolle ist dies jedoch die Ausnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Spritzgie\u00dfmaschinen zur Verarbeitung von Elastomeren kommt h\u00e4ufig eine kombinierte Ausf\u00fchrung aus Schnecke und Injektionskolben vor. Dabei \u00fcbernimmt die Schnecke das Plastifizieren und Dosieren der Kautschukmischung, w\u00e4hrend ein nachgeschalteter Kolben das vorgew\u00e4rmte Material mit hohem Druck in das Werkzeug einspritzt. Dieses Prinzip verbindet die gute Homogenisierung der Schnecke mit der pr\u00e4zisen Dosier- und Einspritzkontrolle des Kolbens und hat sich insbesondere in der Elastomerverarbeitung bew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"756\" height=\"604\" src=\"https:\/\/k25154.elephant-staging.de\/wp-content\/uploads\/image.png\" alt=\"Schematische Darstellung des Spritzgie\u00dfverfahrens mit Schnecke und Rohmaterialzuf\u00fchrung als Granulat, mit ge\u00f6ffnetem (oben) und geschlossenem (unten) Werkzeug.\" class=\"wp-image-5372\" style=\"width:756px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/k25154.elephant-staging.de\/wp-content\/uploads\/image.png 756w, https:\/\/k25154.elephant-staging.de\/wp-content\/uploads\/image-300x240.png 300w, https:\/\/k25154.elephant-staging.de\/wp-content\/uploads\/image-15x12.png 15w\" sizes=\"(max-width: 756px) 100vw, 756px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"><em>Abbildung 1: Schematische Darstellung des Spritzgie\u00dfverfahrens mit Schnecke und Rohmaterialzuf\u00fchrung als Granulat, mit ge\u00f6ffnetem (oben) und geschlossenem (unten) Werkzeug.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zur schematischen Darstellung in Abbildung 1 erfolgt beim Kautschuk-Spritzguss die Rohmaterialzuf\u00fchrung in der Regel nicht als Granulat, sondern \u00fcber Zuf\u00fchrung eines Kautschuk-Strangs. Dieser wird ohne zwischengeschaltete Granulierung direkt von der Schnecke plastifiziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Anordnung der Komponenten unterscheidet man bei Spritzgie\u00dfmaschinen des Weiteren zwischen Horizontal- und Vertikalmaschinen. Die Unterschiede im Aufbau und die jeweiligen Vor- und Nachteile sind in Tabelle 1 gegen\u00fcbergestellt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"table-responsive\">\n  <table class=\"vergleichstabelle vorteile-layout\">\n    <thead>\n      <tr>\n        <th class=\"head\">Kriterium<\/th>\n        <th class=\"head\">Horizontalmaschine<\/th>\n        <th class=\"head\">Vertikalmaschine<\/th>\n      <\/tr>\n    <\/thead>\n    <tbody>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Teilungsebene Werkzeug<\/strong><\/td>\n        <td>Vertikal, d.h. \u00d6ffnungsbewegung horizontal<\/td>\n        <td>Horizontal, d.h. \u00d6ffnungsbewegung vertikal<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Anwendung<\/strong><\/td>\n        <td>Reine Gummiformteile oder gro\u00dfe Bauteile<\/td>\n        <td>Gummiverbundteile<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Entformbarkeit<strong><\/td>\n        <td>Besser, da Schwerkraft die Entformung der Bauteile unterst\u00fctzt<\/td>\n        <td><\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Herstellung von Verbundteilen<\/strong><\/td>\n        <td><\/td>\n        <td>Besser, da Schwerkraft die Einlegeteile in Position h\u00e4lt<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Gro\u00dfe Bauteilgr\u00f6\u00dfen<\/strong><\/td>\n        <td>Besser, da gr\u00f6\u00dfere Werkzeuge verwendet und diese weiter ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen<\/td>\n        <td><\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Platzbedarf der Maschine<\/strong><\/td>\n        <td><\/td>\n        <td>Besser, da kompaktere Ausf\u00fchrung m\u00f6glich<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Erweiterbarkeit<\/strong><\/td>\n        <td><\/td>\n        <td>Besser, da bspw. mit Drehtischen erweiterbar, die paralleles Spritzen und Entformen in zwei Werkzeugen erm\u00f6glicht<\/td>\n      <\/tr>\n    <\/tbody>\n  <\/table>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"><em>Tabelle 1: Unterschiede zwischen Horizontal- und Vertikalmaschinen beim Spritzguss.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Sonderform des Spritzgie\u00dfens ist der 2K-Spritzguss (Zwei Komponenten) bzw. Mehrkomponenten-Spritzguss. Dabei werden verschiedene Materialien meist in sequenzieller Reihenfolge ins Werkzeug eingespritzt. Hierf\u00fcr kommen i.d.R. Spritzgie\u00dfmaschinen mit mehreren Schnecken zum Einsatz, die meist schwenkbar ausgef\u00fchrt sind, um in denselben Anguss einzuspritzen. Alternativ k\u00f6nnen die beiden Schnecken auch an unterschiedlichen Ang\u00fcssen ansetzen. In sehr seltenen F\u00e4llen wird auch nur eine einzige Schnecke mit alternierender Rohmaterialzufuhr eingesetzt, was allerdings zu bedingt steuerbaren, ineinander verlaufenden Komponenten f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Formwerkzeug<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Formwerkzeug besteht typischerweise aus zwei H\u00e4lften. Dabei wird \u00fcblicherweise zwischen D\u00fcsen- und Auswerferseite bzw. fester und beweglicher Seite unterschieden. Beim Horizontalspritzguss ist die D\u00fcsenseite, an der die Plastifiziereinheit ansetzt, die feste Seite. Beim Vertikalspritzguss hingegen ist i.d.R. die Auswerferseite die feste Seite. Die Werkzeugh\u00e4lften haben in der Regel folgende Elemente:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kanal- oder Verteilersystem<\/strong>: Leitet das plastifizierte Rohmaterial unter Druck in die Kavit\u00e4ten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kavit\u00e4ten <\/strong>(auch Formnester): Definieren als Negativform des zu fertigenden Teils dessen Geometrie und Oberfl\u00e4che.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Entl\u00fcftungskan\u00e4le<\/strong>: Leiten eingeschlossene Luft und entstehende Gase aus der Form.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Heiz- oder K\u00fchlsystem<\/strong>: Je nach verarbeitetem Werkstoff werden meist Heizelemente (bspw. f\u00fcr Temperaturf\u00fchrung bei Vulkanisation von Kautschuken) und\/oder K\u00fchlkan\u00e4le (bspw. f\u00fcr z\u00fcgige Abk\u00fchlung bei TPE) integriert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zentrier- und F\u00fchrungsbuchsen<\/strong>: Stellen die pr\u00e4zise Schlie\u00dfposition und Wiederholgenauigkeit sicher.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Auswerfer<\/strong>: Erleichtern die Entnahme der Bauteile nach dem \u00d6ffnen des Werkzeugs.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Vakuum<\/strong>: Ein integriertes Vakuum sorgt f\u00fcr eine weitgehend lufteinschlussfreie Bef\u00fcllung der Kavit\u00e4ten. Durch das kontrollierte Evakuieren der Werkzeugh\u00e4lften vor dem Einspritzen wird die Bildung von Lufteinschl\u00fcssen oder Verbrennungen verhindert, was die Oberfl\u00e4chenqualit\u00e4t und Ma\u00dfhaltigkeit der Formteile deutlich verbessert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Entnahme von Bauteilen beim Spritzguss von Gummi ist deutlich schwieriger als bei gew\u00f6hnlichem Kunststoff, da er je nach Werkstoff elastisch sein kann und eine signifikante Haftung an der Werkzeugoberfl\u00e4che bestehen kann. Falls Auswerfersysteme nicht wirtschaftlich sind oder bei empfindlichen Bauteilen dieses besch\u00e4digen w\u00fcrden, kann die Entnahme durch B\u00fcrstensysteme, Druckluft oder Robotik mittels Greifersystemen automatisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kanalsystem der Werkzeuge selbst kann, muss aber nicht separat vom Werkzeug temperiert werden. Dabei unterscheidet man Hei\u00dfkanal- und Kaltkanalsysteme. W\u00e4hrend bei TPEs durch ein Hei\u00dfkanalsystem eine gleichbleibend hohe Temperatur sichergestellt wird, dass das Material geschmolzen und dadurch flie\u00dff\u00e4hig bleibt, w\u00fcrde eine hohe Temperatur bei Kautschuken zur Vulkanisation bereits im Kanalsystem f\u00fchren. Entsprechend werden Kautschuke und insbesondere auch Fl\u00fcssigsilikon (LSR, Liquid Silicone Rubber) mit Kaltkanalsystemen gek\u00fchlt und verarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Spritzgie\u00dfen im Gegensatz zum Kompressions- oder Transferformpressen meist f\u00fcr h\u00f6here St\u00fcckzahlen zum Einsatz kommt, liegt ein besonderes Augenmerk auf den Standzeiten, also der Zeitspanne, in der das Werkzeug genutzt werden kann, bevor es aufgrund von Verschlei\u00df oder Besch\u00e4digung ausgetauscht oder instand gesetzt werden muss. Die abrasiven F\u00fcllstoffe bei Elastomeren, bspw. Ru\u00dfe, Metalloxide oder Glasfasern erh\u00f6hen diesen Fokus zus\u00e4tzlich. Um den Verschlei\u00df zu minimieren, kommen deshalb oft verschlei\u00dffeste Beschichtungen, bspw. DLC (Diamond-like Carbon) oder geh\u00e4rtete Werkzeugst\u00e4hle zum Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist der Werkzeugwechsel, also der Ein- und Ausbau des Werkzeugs in die Spritzgie\u00dfmaschine, als Teil des R\u00fcstvorgangs meist aufw\u00e4ndiger als beim Kompressions- oder Transferformpressen. Entsprechend wird auch auf einen m\u00f6glichst einfachen Werkzeugwechsel geachtet, bspw. durch Schnellspannsysteme oder modulare Aufspannplatten, um R\u00fcstzeiten zu minimieren und eine hohe OEE (Overall Equipment Effectiveness) zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schritt-f\u00fcr-Schritt-Ablauf des Spritzgie\u00dfens<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Spritzgie\u00dfprozess zur Herstellung von Gummiformteilen ist ein pr\u00e4zise steuerbarer, mehrstufiger Fertigungsablauf, bei dem die Stellgr\u00f6\u00dfen pr\u00e4zise abgestimmt sein m\u00fcssen, um eine gleichbleibende Bauteilqualit\u00e4t bei gleichzeitig wirtschaftlichem Ressourceneinsatz zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Zuf\u00fchrung des Rohmaterials<br><\/strong>Je nachdem, in welcher Form das Rohmaterial vorliegt, erfolgt die Zuf\u00fchrung hier unterschiedlich<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Granulat (bspw. TPE): Einbringung in den Bef\u00fclltrichter, entweder manuell oder automatisiert \u00fcber Rohrsystem<\/li>\n\n\n\n<li>Strangmaterial (bspw. f\u00fcr die meisten Kautschuke): F\u00fchrung des Strangs meist \u00fcber Rollensystem, z.T. mit eigenem Antrieb, um gleichm\u00e4\u00dfige Zuf\u00fchrung zu gew\u00e4hrleisten<\/li>\n\n\n\n<li>Fl\u00fcssigkeiten (bspw. LSR): Einbringung \u00fcber Pumpsystem aus den Aufbewahrungsbeh\u00e4ltern, i.d.R. F\u00e4ssern<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>2. Plastifizierung<br><\/strong>Das Rohmaterial wird in der Plastifiziereinheit, \u00fcblicherweise ausgef\u00fchrt mit Schnecke, durch Temperatur- und Scherbelastung plastifiziert und homogenisiert. Bei Kautschuk oder LSR wird nur wenig oder keine Temperatur eingebracht, um vorzeitige Vulkanisation zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Schlie\u00dfen des Werkzeugs<br>Die Teile des Werkzeugs werden kraftschl\u00fcssig verschlossen \u2013 meist servohydraulisch, oder mechanisch.<\/li>\n\n\n\n<li>Einspritzen<br>Das plastifizierte Material wird unter hohem Druck in das geschlossene Werkzeug eingespritzt. Die Zuf\u00fchrung zu den Kavit\u00e4ten erfolgt \u00fcber das Kanalsystem. Die \u00d6ffnung am \u00dcbergang von Kanalsystem zu Kavit\u00e4t wird auch als Anschnitt bezeichnet.<\/li>\n\n\n\n<li>Nachdr\u00fccken und Vulkanisieren<br>Nach dem Einspritzen wird der Druck weiterhin aufrechterhalten, um Schrumpfung und Lufteinschl\u00fcsse in den Kavit\u00e4ten zu verhindern. Zeitgleich erfolgt in diesem Schritt durch gezielte Temperaturf\u00fchrung die Vulkanisation. Die Verweilzeit in der Form, also die Vulkanisationszeit, richtet sich nach:\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Werkstoff und Vernetzungssystem (Peroxid, Schwefel etc.)<\/li>\n\n\n\n<li>Wandst\u00e4rke des Bauteils<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Typische Zykluszeiten liegen zwischen 2 und 15 Minuten, k\u00f6nnen bei dickwandigen oder mehrlagigen Teilen jedoch deutlich h\u00f6her ausfallen. Bei TPE erfolgt keine Vulkanisation, da die Elastizit\u00e4t in diesem Fall nicht durch die weitmaschige Vernetzung entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abk\u00fchlen (nur TPE)<\/strong><br>Das Abk\u00fchlen erfolgt ausschlie\u00dflich bei thermoplastischen Elastomeren (TPE), da diese im Gegensatz zu Gummi- und LSR-Materialien nicht vulkanisiert, sondern durch Abk\u00fchlen verfestigt werden. Anschlie\u00dfend wird das Bauteil bei geschlossener Form, meist durch im Werkzeug integrierte K\u00fchlsysteme, abgek\u00fchlt. Die Temperatur, bis zu der das Werkst\u00fcck vor der Entnahme abgek\u00fchlt werden muss, ist materialabh\u00e4ngig. W\u00e4hrend Gummiteile aus Kautschuk oder LSR deutlich w\u00e4rmer entnommen werden k\u00f6nnen, muss TPE vor der Entnahme ausreichend abgek\u00fchlt werden, da es bei h\u00f6heren Temperaturen seine Formstabilit\u00e4t verliert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6ffnen, Entformen und Nachbearbeiten<br><\/strong>Nach erfolgter Vulkanisation wird das Werkzeug ge\u00f6ffnet. Die Entformung erfolgt manuell, mechanisch \u00fcber Auswerfer oder durch Druckluftb\u00fcrste. Oft folgt eine Nachbearbeitung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"graten2\">Entfernen von Graten\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mechanisch, z.B. Trowalisieren<\/li>\n\n\n\n<li>Thermisch z.B. Gefrierentgraten, Trommeln, Strahlen<\/li>\n\n\n\n<li>Manuell, z.B. per Skalpell, Schere<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Optische Pr\u00fcfung und ggf. Ma\u00dfkontrolle und H\u00e4rtepr\u00fcfung<\/li>\n\n\n\n<li>Beschichten, z.B. Talkumierung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritische Prozessparameter \u2013 Steuerung der Bauteilqualit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine optimale Bauteilqualit\u00e4t wird nur bei exakter Abstimmung einer Vielzahl von Prozessparametern erreicht. Die wichtigsten Parameter beim Spritzgie\u00dfen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Temperatur \u2013 sowohl in der Plastifiziereinheit als auch im Werkzeug und deren exakte Ver\u00e4nderung (Aufheizen und Abk\u00fchlen) \u00fcber den Prozess hinweg<\/li>\n\n\n\n<li>Druck \u2013 sowohl beim Einspritzen als auch beim Nachdr\u00fccken<\/li>\n\n\n\n<li>Zeit \u2013 sowohl beim Einspritzen, Vulkanisieren als auch beim Abk\u00fchlen<\/li>\n\n\n\n<li>Wanddickenunterschiede m\u00f6glichst reduzieren<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Insbesondere bei anspruchsvollen Bauteilen oder Werkstoffen, bspw. FKM oder CR, kommen vermehrt auch Prozesssimulationen zum Einsatz, um m\u00f6gliche Werkzeuggeometrien und Parametereinstellungen noch vor der Werkzeugfertigung zu testen und Iterationen in der Produktion zu minimieren. Mithilfe von F\u00fcllstudien, Vulkanisationsvorhersagen und Verzugssimulationen k\u00f6nnen Werkzeugkonstruktion, Anschnittlage, Entl\u00fcftungsgeometrien und Zykluszeiten optimiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Prozessstabilit\u00e4t wird durch moderne Prozessleitsysteme gew\u00e4hrleistet, die Parameter wie Werkzeugtemperatur, Einspritzdruck, Einspritzzeit und Nachdruckkurven in Echtzeit \u00fcberwachen und regeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Wirtschaftliche Kennzahlen im Spritzgie\u00dfprozess<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Neben der Bauteilqualit\u00e4t sind auch wirtschaftliche Aspekte entscheidend f\u00fcr die Bewertung eines Formpressprozesses. Typische Kennzahlen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Zykluszeit [s oder min]<\/strong>: direkt abh\u00e4ngig von Einspritzphase, Vulkanisationszeit und Entformung<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Formnutzungsgrad [%]<\/strong>: Verh\u00e4ltnis von Kavit\u00e4ten zur Werkzeuggesamtfl\u00e4che<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ausschussquote [%]<\/strong>: Fehlerhafte Teile pro Charge<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Materialausbeute [%]<\/strong>: Anteil des Rohmaterials, der im Gutteil verbleibt<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gratanteil [g\/Teil]<\/strong>: Indikator f\u00fcr Materialverlust und Nachbearbeitungsaufwand<\/li>\n\n\n\n<li><strong>R\u00fcstzeit [min\/Los]<\/strong>: Aufwand f\u00fcr Werkzeugwechsel und Anlauf<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ziel ist es, \u00fcber prozessstabile Parametersteuerung und pr\u00e4zise Werkzeugtechnik hohe Wiederholgenauigkeit bei minimalem Ausschuss zu realisieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Materialien im Gummi-Spritzgie\u00dfen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Wahl des richtigen Werkstoffs ist im Spritzgie\u00dfen von Gummiteilen ein entscheidender Faktor, nicht nur f\u00fcr das Bauteil selbst, sondern auch f\u00fcr die Verarbeitbarkeit. Beim Spritzgie\u00dfen von Gummi-Elastomeren kommen insbesondere drei Gruppen von Werkstoffen zum Einsatz:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Thermoplastische Elastomere (TPE): Kunststoffe, die bei Raumtemperatur flexibel und elastisch wie Gummi sind, bei Erw\u00e4rmung aber wie Thermoplaste verformt und wiederholt verarbeitet werden k\u00f6nnen. Die Zuf\u00fchrung erfolgt meist als Granulat und das Rohmaterial wird wie beim klassischen Kunststoffspritzgie\u00dfen in der Plastifiziereinheit aufgeschmolzen und dadurch verfl\u00fcssigt.<\/li>\n\n\n\n<li>Kautschuke inklusive Festsilikonkautschuken: Kautschuke m\u00fcssen beim Spritzgie\u00dfen vor der Vulkanisation in den Kavit\u00e4ten mit reduzierter Temperatur, typischerweise um 40-80\u00b0C, verarbeitet werden, um vorzeitige Vulkanisation zu verhindern. Je nach Flie\u00dfverhalten, Viskosit\u00e4t oder thermischer Stabilit\u00e4t eignen sich die verschiedenen Kautschuke unterschiedlich gut zur Verarbeitung im Spritzgie\u00dfverfahren:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gut geeignet: EPDM, NBR, SBR, VMQ, CR, FKM<\/li>\n\n\n\n<li>Weniger gut geeignet: NR, BR, HNBR, IR, IIR<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Zuf\u00fchrung erfolgt meist als Strangmaterial.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fl\u00fcssigsilikon (LSR, Liquid Silicone Rubber): Das Material liegt bereits in fl\u00fcssiger Form als Zwei-Komponenten-Rohmaterial vor, der vor dem Einspritzen in einer Dosier- und Mischanalage aus A- und B-Komponenten homogen vermischt wird. In der Schneckeneinheit erfolgt ausschlie\u00dflich keine Plastifizierung, sondern lediglich die F\u00f6rderung und Durchmischung, bevor das Material in den beheizten Formraum gelangt und dort vernetzt wird.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Damit eine Gummimischung f\u00fcr den Spritzgie\u00dfprozess geeignet ist, muss sie spezifische <strong>verarbeitungstechnische Eigenschaften<\/strong> erf\u00fcllen: Ein definierter <strong>Viskosit\u00e4tsverlauf<\/strong> bei moderater Aufheizung ist notwendig, um komplexe Geometrien vollst\u00e4ndig zu f\u00fcllen, ohne Lufteinschl\u00fcsse oder Flie\u00dfst\u00f6rungen zu erzeugen. Gleichzeitig muss die <strong>Vulkanisationskinetik<\/strong> so abgestimmt sein, dass eine vollst\u00e4ndige Vernetzung innerhalb des vorgegebenen Zyklus erfolgt: weder zu fr\u00fch (Verstopfung im Kanalsystem) noch zu sp\u00e4t (Ausschuss wegen Untervernetzung).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Wann ist Spritzgie\u00dfen die richtige Wahl?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Spritzgie\u00dfen ist nur eines von mehreren etablierten Verfahren zur Herstellung technischer Gummibauteile. Die drei gel\u00e4ufigsten diskreten Verfahren sind dabei Kompressions-Formpressen (Compression Molding), Transfer-Formpressen (Transfer Molding) und Spritzgie\u00dfen (Injection Molding). Jedes dieser Verfahren folgt eigenen Prinzipien, erfordert spezifische Werkzeuge und bietet unterschiedliche Vorteile je nach Bauteilgeometrie, St\u00fcckzahl, Materialeigenschaft und wirtschaftlichem Kontext. Das gel\u00e4ufigste kontinuierliche Verfahren hingegen ist die Extrusion.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spritzgie\u00dfen vs. Transfer-Formpressen<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Transfer-Formpressen wird das Kautschuk-Rohmaterial in eine separate Kammer des Werkzeugs, die sogenannte Transferkammer, eingelegt oder eingespritzt und \u00fcber ein Kanalsystem in die Werkzeugkavit\u00e4t gepresst. Dieses Verfahren findet Anwendung insbesondere bei mittleren St\u00fcckzahlen, bei der Herstellung von Gummiverbundteilen und f\u00fcr Materialien, die nicht oder nur limitiert f\u00fcr den Spritzguss geeignet sind. &nbsp;Die Zykluszeit ist jedoch meist h\u00f6her als beim Spritzgie\u00dfen, und der Automatisierungsgrad begrenzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das <strong>Spritzgie\u00dfen<\/strong> hingegen bietet Vorteile insbesondere in der <strong>Serienproduktion<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>H\u00f6here Prozessgeschwindigkeit<\/strong> durch automatisierte Zyklusabl\u00e4ufe und paralleles Vorplastifizieren<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gleichm\u00e4\u00dfige Formf\u00fcllung<\/strong>, auch bei komplexen Geometrien oder Mehrkavit\u00e4tenwerkzeugen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Reduziertes manuelles Handling<\/strong>, was die Integration in verkettete Fertigungslinien erlaubt<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Weniger Materialverlust<\/strong>, da keine Rohmaterialreste in der Transferkammer verbleiben<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Reduzierung der Nahbarkeit (gratarm, gratfrei): <\/strong>Durch die hohe Ma\u00dfhaltigkeit und Reproduzierbarkeit des Spritzgie\u00dfprozesses entfallen bei Serienfertigung weitgehend manuelle Nachbearbeitungsschritte wie Entgraten oder Beschneiden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spritzgie\u00dfen vs. Kompressions-Formpressen<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Compression Molding ist das einfachste Verfahren: Ein Kautschuk-Rohling wird direkt in die Kavit\u00e4t eingelegt, das Werkzeug anschlie\u00dfend unter Druck und Hitze geschlossen. Diese Methode ist kosteng\u00fcnstig im Werkzeugbau, aber langsam im Zyklus und mit hohem manuellen Aufwand verbunden. Sie eignet sich insbesondere f\u00fcr:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Prototypenbau<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kleinserien<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Einfachere Geometrien mit geringen Ma\u00dfanforderungen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Spritzgie\u00dfen ist hier in der Regel nur bei mittleren bis gro\u00dfen Serien wirtschaftlich rentabel. Der h\u00f6here Aufwand in Werkzeugtechnik und Maschinentechnik wird durch Produktivit\u00e4t, Reproduzierbarkeit und Automatisierung kompensiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Detaillierter Technologievergleich<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"table-responsive\">\n  <table class=\"vergleichstabelle vorteile-layout\">\n    <thead>\n      <tr>\n        <th class=\"head\">Kriterium<\/th>\n        <th class=\"head\">Kompressions-Formpressen<\/th>\n        <th class=\"head\">Transfer-Formpressen<\/th>\n        <th class=\"head\">Spritzgie\u00dfen<\/th>\n      <\/tr>\n    <\/thead>\n    <tbody>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Seriengr\u00f6\u00dfe<\/strong><\/td>\n        <td>Klein- bis Mittelserie<\/td>\n        <td>Mittelserie<\/td>\n        <td>Mittel- bis Gro\u00dfserie<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Materialvielfalt<\/strong><\/td>\n        <td>Sehr hoch<\/td>\n        <td>Hoch<\/td>\n        <td>Begrenzt<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Automatisierbarkeit<\/strong><\/td>\n        <td>Gering<\/td>\n        <td>Mittel<\/td>\n        <td>Hoch<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Werkzeugkosten<\/strong><\/td>\n        <td>Gering bis mittel<\/td>\n        <td>Mittel bis hoch<\/td>\n        <td>Hoch<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Zykluszeit<\/strong><\/td>\n        <td>Mittel bis lang<\/td>\n        <td>Mittel<\/td>\n        <td>Kurz<\/td>\n      <\/tr>\n      <tr>\n        <td class=\"tint\" style=\"background-color:#f5f5f5; color:#000;\"><strong>Verbundteilfertigung<\/strong><\/td>\n        <td>Gut geeignet<\/td>\n        <td>Gut geeignet<\/td>\n        <td>Eingeschr\u00e4nkt geeignet<\/td>\n      <\/tr>\n    <\/tbody>\n  <\/table>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorteile und Nachteile des Spritzgie\u00dfens im \u00dcberblick<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"vorteile2\">Vorteile:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kurze Zykluszeiten durch automatisierte Zyklusabl\u00e4ufe und paralleles Vorplastifizieren<\/li>\n\n\n\n<li>Effizienter Betrieb durch hohen m\u00f6glichen Automatisierungsgrad<\/li>\n\n\n\n<li>Sehr gute Ma\u00dfhaltigkeit und Reproduzierbarkeit, auch bei komplexen Bauteilen<\/li>\n\n\n\n<li>Sehr wenig Materialverlust, insbesondere bei Einsatz von Kaltkanalsystem<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Nachteile:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verarbeitbare Materialvielfalt beschr\u00e4nkter als beim Formpressen<\/li>\n\n\n\n<li>Vergleichsweise hohe Werkzeugkosten<\/li>\n\n\n\n<li>Schwieriges Handling von Einlegeteilen, v.a. beim Horizontalspritzgie\u00dfen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Fazit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Spritzgie\u00dfen ist ein Standardverfahren in der Herstellung von Gummiformteilen. Es ist die richtige strategische Wahl besonders bei<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>gro\u00dfen Serien, bei denen kurze Zykluszeiten und hohe Effizienz wichtig sind<\/li>\n\n\n\n<li>besonders hohen Anforderungen an Ma\u00dfhaltigkeit und Reproduzierbarkeit<\/li>\n\n\n\n<li>Materialien, die beim Formpressen generell nicht verarbeitbar sind, wie TPE oder LSR.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Injection molding: short cycle times, high dimensional accuracy, and low material waste. 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